So geschrieben und empfunden von Elazar Benyoëtz, einem israelischen Aphoristiker und Lyriker.
Mehr über ihn bei Wikipedia.
Da kann ich ihm durchaus recht geben. Wirklich gute Aphorismen lösen bei mir immer ein gewisses Staunen und Kopfnicken aus. Als ich anfing Aphorismen zu schreiben – viele sind es bis heute nicht geworden – habe ich mich gefragt, ob ich überhaupt ein Recht dazu habe. Muss man nicht erleuchtet sein, ein wahrer Ausbund von Weisheit, um einen Aphorismus zu schreiben? Wenn ich mich so im Internet umschaue, scheint es dagegen der reinste Sport geworden zu sein. Wer heute auf sich hält, der schreibt Aphorismen. Ist auch schon fast ein Aphorismus, zumindest eine Erkenntnis!
Was ist denn nun ein Aphorismus? Meyers Onlinelexikon sagt dazu: Aphorismus [griechisch] der, ein knapper, prägnant geformter Satz, der überraschend eine Erkenntnis vermittelt
Das “Überraschende” scheint also den Aphorismus von der Binsenweisheit zu unterscheiden.
Mir als Spötter gefällt natürlich gut ein Satz wie dieser:
“Einen Aphorismus zu schreiben, wenn man es kann, ist oft schwer. Viel leichter ist es, einen Aphorismus zu schreiben, wenn man es nicht kann.” - Karl Kraus (1874-1936)

