
Thema 4:
Beauty damals und heute - Elke Zedlitz schreibt >
Bei diesem Thema geht es um die Schönheit im Allgemeinen und um Hairstyling und Kosmetik im Besonderen. Hat sich das Schönheitsbild gewandelt? Wann habt ihr angefangen, euch zu schminken? Welche Frisuren waren in eurer Jugend modern? Wie schminkt ihr euch heute? Geht ihr regelmäßig zum Friseur? Ist euch mal so richtig was schief gegangen? Gebt ihr viel Geld für Kosmetik aus?
In Elkes Blog habe ich eben ganz kurz Folgendes hinterlassen: Ich habe mir übrigens heute gerade bei Lidl so Trinkgläser mit Colamotiven gekauft und mal wieder gedacht, dass ich die Frauen in den Zwanziger Jahrer teilweise viel hübscher und femininer fand als heute - diese fließenden Kleider und die Wasserwellen, einfach schön.
Soweit so gut. Nun aber zu mir und meinen Ideen zum Thema. Das Schlimmste, an das ich mich aus meiner Jugend erinnere, ist meine erste Dauerwelle, die ich mit knapp Vierzehn zur Konfirmation verpasst bekam. Gut - wir sahen in den frühen und mittleren Sechzigern alle so aus, aber schrecklich war das auf jeden Fall. Und dann die Klamotten - ach du meine Güte. Vom Supermini mal ganz abgesehen, der nie so ganz mein Ding war, habe ich auch mal ein Kleid aus Papier getragen - das war der letzte Schrei - und dann diese Neonfarben - arrrgh!!! Enge Jeans war auch so ein Thema. Mit meiner Freundin lag ich oft in der Kabine im Levisgeschäft auf dem Boden, den Bauch ganz fest eingezogen, um in eine Nummer noch kleiner zu passen *lol*, das werde ich auch nie vergessen. Der ganze Spuk war dann Anfang der Siebziger mit dem Abi für mich vorbei. Mit dem Zahnmedizinstudium bewegte ich mich dann ungewollt aber nicht unbeeinflusst in Kreisen, in denen man gepflegte Eleganz bevorzugte: die ersten Designerjeans, weiße Blusen mit aufgestelltem Kragen und vor allem Lodenmäntel! Schuhe, Handtaschen, Gürtel, Portemonnaie waren aus bordeauxrotem Leder und von einer ganz bestimmten Marke - die mir im Moment nicht mehr einfällt. Alles nichts für meinen Geldbeutel, aber irgendwie versuchte ich mich anzupassen. Deshalb war ich Dauerkunde in Secondhandläden in Uninähe. Damals fing auch meine unselige Diätkarriere an. Schlank, sportlich, gutaussehend - eigentlich auch noch groß und blond - so hatte eine junge Zahnärztin auszusehen. Hab ich nie hingekriegt ;-) Meinen Patienten war das später auch egal, aber mein Nicht-akzeptiert-sein-Trauma hatte ich während der Unizeit abbekommen.
Mittlerweile ist das Schnee von gestern. Elke ist klein, dick und gemütlich, wobei ich damit immer noch zu kämpfen habe. Designerklamotten sind nichts für mich, die würden die Figur auch nicht verbessern. Haare und Outfit sind auf gefällige und leicht zu pflegende Alltagstauglichkeit abgestimmt. Aber natürlich solls auch nett aussehen. Geschminkt habe ich mich immer und tu es auch jetzt noch. Vor allem die Augen sind mir wichtig, weil die hinter meinen Brillengläsern recht klein wirken. Wenn ich also nicht gerade Augenprobleme habe wie im Moment, dann wird gewaltig getuscht. Allerdings nicht im Urlaub, da laufe ich normalerweise total “natur” rum. Mit Schönheits-OPs habe ich nichts im Sinn. Allerdings sind es wieder die Augen, wo ich eventuell mal eine Ausnahme machen würde: ich habe starke Schlupflider, die die Augen optisch auch verkleinern. Die Augen meiner Mutter waren im hohen Alter winzig und wirkten starr. Ich könnte mir vorstellen, dass ich da mal was machen lassen würde - ganz vielleicht nur. So - bei Gelegenheit guck ich mal nach Bildern *lach*.












