Schreiben & Lesen

Juli 3, 2009

Rezension: Terry Pratchetts

Gespeichert unter: Bücher — Elke @ 10:38
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. . .  Märchen aus der Scheibenwelt, genauer gesagt die bisherigen drei Bände um die junge Hexe Tiffany Weh und ihre Freunde.

  • Kleine freie Männer
  • Ein Hut voller Sterne
  • Der Winterschmied

Alles fing damit an, dass mir mein Mann vor zwei Jahren mal auf einer langen Flugreise ein Hörbuch mit demTitel  “Der Winterschmied” gab. Ich bin absolut kein Hörbuchfan. Ich schlafe bei sowas ein und fremde Stimmen erzeugen bei mir keine stimmigen Bilder. Ich habe eine Weile reingehört und das war’s dann. Neulich dann in der Bücherei hatte ich wieder den Winterschmied vor mir liegen, diesmal als Buch und er schien mir förmlich zuzurufen: “Nimm mich mit!” Also nahm ich das Buch mit nach Hause und da lag es dann wieder rum. Als ich dann nichts anderes mehr zu lesen hatte, begann ich damit und . . . es ließ mich nicht mehr los!

Der Winterschmied ist – so heißt es auf der Verlagsseite – ein Märchen aus der Scheibenwelt. Und so liest es sich auch, irgendwie ein bisschen Kinderbuch aber total genial. Der Autor versteht es eine Welt voller Wunder und Kuriositäten zu erschaffen, die irgendwo zwischen Magie und normalem Leben pendelt, in der kleine Hexen sprechen wie Kinder von heute, wenn auch wie etwas altkluge aber sehr intelligente Kinder – so richtig “cool”. Immer wieder kommt es zu augenzwinkernden, urkomischen Dialogen. Ich kann es nicht wirklich erklären, aber es ist toll, immer vorausgesetzt, man mag Fantasy und liest als Erwachsener auch gerne mal Bücher, die noch wenig Jugendliteratur sind. Ich bin sicher, dass selbst Leuten, die Tolkien nichts abgewinnen können (was ich nie im Leben verstehen werde) dieses Buch gefallen wird.

Nachdem mir der “Winterschmied” so gut gefallen hatte (dummerweise der dritte Band der Reihe), habe ich gleich hinterher “Kleine freie Männer” gelesen und bin jetzt an “Ein Hut voller Sterne”. Alle drei Romane drehen sich um die Junghexe Tiffany Weh, um Hexen mit solch merkwürdigen Namen wie “Oma Wetterwachs” oder “Frau Ohrwurm” und um die “Wir-sind-die-Größten” – die kleinen freien Männer eben. Alle drei Bände finde ich herrlich zu lesen, wobei mir Band 1 und Band 3 am besten gefallen haben. Den “Hut” finde ich ein klein wenig – aber nur ein ganz klein wenig – langatmiger. Diese Bücher stecken so voller Lebensweisheiten, die aber immer sehr humorvoll rübergebracht werden. Anders als bei Harry Potter wird die Hexerei und Zauberei eher sogar ein wenig auf die Schippe genommen – also ich finde die Romane toll geschrieben. Kinder und Jugendliche können Vieles lernen, vermutlich ohne dass es ihnen überhaupt auffällt und auch ich als Erwachsene hatte immer mal wieder Augeblicke, in denen ich dachte: aha – hab ich auch noch nicht drüber nachgedacht.

Dem Verlag muss man auch zur Wahl von Andreas Brandhorst als Übersetzer gratulieren. Die Bücher leben stark vom Wortwitz des englischen Autors. Das ins Deutsche zu transferieren ist sicher eine Meisterleistung.

Drei Bände, die ich uneingeschränkt empfehlen kann und zwar für Kinder und Erwachsene.

favoritsmiliy & richtigschoensmily

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Kleine freie Männer: Ein Märchen von der Scheibenwelt

Ein Hut voller Sterne: Ein Märchen von der Scheibenwelt

Der Winterschmied: Ein Märchen von der Scheibenwelt

Mai 5, 2009

Buchrezension: Die Todesbotin

Gespeichert unter: Bücher — Elke @ 3:27
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todesbotin Heute bespreche ich einen Thriller, den ich im Mainzauberblog schon kurz erwähnt hatte.  Es handelt sich dabei um das Buch Die Todesbotin von Joseph Telushkin. Das Buch fiel mir auf, weil es bei amazon immerhin fünf Sterne von den Lesern bekommen hat, was nicht sehr häufig vorkommt. Inzwischen habe ich es gelesen und es hat auch mir gefallen. Es ist die spannende Story eines amerikanischen Psychiaters, der eher unfreiwillig eine junge Frau auf deren Wunsch hin hypnotisiert und feststellen muss, dass sie eine Rückführung auf Grund einer früheren Reinkarnation erfährt – eine Rückführung in eine Leben, in dem sie ermordet wurde. Mehr will ich gar nicht verraten, nur soviel dass es weder reißerisch aufgemacht ist noch total einem New Age Trend verfällt. Ganz im Gegenteil wird das Problem Reinkarnation sehr skeptisch betrachtet. Es ist eines der Bücher, die man am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Das Einzige, was mir persönlich auf den allerletzten Seiten – eigentlich schon nach dem Ende der Geschichte – nicht gefällt, ist der Versuch des Autors doch noch eine logische Erklärung der Phänomene anzubieten. Es kommt mir vor, als hätte er mehr Angst als sein Protagonist im Buch, in eine Schublade als leicht irrer New Age Anhänger gesteckt zu werden. Aber das hat mit der Story eben schon nichts mehr zu tun. Mein Fazit: unbedingt lesenwert und super spannend. favoritsmiliy

März 23, 2009

Buchrezension: Die Henkerstochter

Gespeichert unter: Bücher — Elke @ 12:51
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henkerstochter1 Ich möchte euch einen historischen Roman vorstellen, den ich gerade zu Ende gelesen und der mir gut gefallen hat:

Die Henkerstochter

Hier kommt mal wieder etwas leichterer Lesestoff als der doch düstere Mankell, obwohl der Titel tiefstes Mittelalter verheisst – ist es aber nicht.

Lasst euch von diesem Titel nicht in die Irre führen, mit dem hat sich der Verlag bestimmt nichts Gutes getan, denn er ist so ziemlich das einzig Dämliche an diesem Buch. Besser wäre z.B. “Der Henker von Schongau” oder etwas in dieser Richtung gewesen. Aber nein – es musste ja wieder auf den Massengeschmack abgezielt werden. Dabei kommt die Henkerstochter eigentlich nur am Rande vor, ja man hat den Eindruck, dass sie eigentlich auch nur da ist, um dem Titel eine Daseinsberechtigung zu geben.

Die Geschichte um die Henkersfamilie Kuisl aus Schongau spielt nach dem 30-jährigen Krieg, in einer Zeit in der das Mittellalter mit seinen Hexenprozessen eigentlich schon vorbei war, in der aber die Aufklärung den Weg in die Köpfe der Menschen noch nicht wirklich genommen hat. In der bayerischen Stadt wird ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet vermeintlich auf Hexenwerk hin und sofort beschuldigen die Schongauer Bürger  die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt, dass die alte Frau unschuldig ist.

Der Autor – Oliver Pötzsch – ein Newcomer und selbst Nachfahre der Henkersfamilie – hat gut recherchiert und er schreibt spannend, unterhaltsam und flüssig. Man fiebert mit den wohlmeinenden Hauptfiguren mit, spürt wie gefährlich es für diese Menschen werden kann, sich gegen den dumpfen Aberglauben der Bevölkerung für die Hebamme einzusetzen. Man möchte den alten “Arzt” schütteln wegen seiner dummen Ansichten und hofft für seinen Sohn, der so wissbegierig und aufgeschlossen ist.  Doch nicht von ungefähr wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die letzten großen Hexenprozesse gerade mal sechzig Jahre zurück liegen.

Für mich war es ein toller Lesestoff, so wie ich mag – ein Buch, das man nur ungern aus der Hand legt.

Fazit: favoritsmiliy

März 11, 2009

Buchrezension: Die italienischen Schuhe

Gespeichert unter: Bücher — Elke @ 1:04
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Kein Krimi, kein Afrikaroman – das ist ein Buch der leisen Töne, bewegend, ein Buch, das so ganz anders daher kommt als man von Mankell erwartet. Man begegnet sehr skurrilen Menschen in einer eher eintönigen schwedischen Landschaft, traumatisierten Menschen, aber nichts destotrotz rührt einen das Buch an – mich zumindest. Es geht um Lebenslügen, verpasste Gelegenheiten, um Alter, Krankheit, Einsamkeit und Tod. Aber nur zu Beginn hat man das Gefühl, dass das Leben des Protagonisten, eines 66-jähigen, ehemaligen Arztes irgendwo schon zu Ende ist, weil einfach alles schief gelaufen ist. Die Geschichte entwickelt sich und obwohl sie nie die düsteren Untertöne verliert, keimt plötzlich Hoffnung auf, verändern sich die Dinge langsam aber doch zum Positiven. Es ist wirklich ein sehr spezielles Buch und deshalb weiß ich nicht, ob und wem ich es zum Lesen empfehlen soll.

“Bis hierher sind wir gekommen. Nicht weiter. Aber bis hierher.”

Diese Worte schreibt der Arzt am Ende in sein tägliches Logbuch und das hat schon was von Hoffnung.

Mir hat es gefallen! speziellsmily

Februar 16, 2009

Buchrezension: Tod am Galgen

Gespeichert unter: Bücher — Elke @ 11:44
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Gähn !!! ist mein Kommentar zu Tod am Galgen von Libor Schaffer. Bin froh, dass es ein aus der Bücherei ausgeliehenes Buch und kein gekauftes ist. Qualitativ kommt es nämlich an die Sachsenhäuser Krimis von F. Demant heran, die ich mir seinerzeit leider gleich im Doppelpack gekauft hatte. So im Nachhinein betrachtet sind sie vielleicht sogar eine Spur amüsanter. Aber wie auch immer, mir scheint bei den deutschen Krimis mit Lokalkolorit kann man eine ähnliche Entwicklung beobachten wie bei den historisierenden Frauenromanen: jeder der sich berufen fühlt, muss offenbar sowas schreiben. Wobei es sich bei F. Demant um einen Frankfurter Taxifahrer handelt, der seine Krimis im Eigenverlag vertreibt. Libor Schaffer hingegen ist angeblich Autor und Jounalist und seine Odenwälder Krimis werden im angesehenen Frankfurter Societätsverlag verlegt. Während Demant ohne Punkt und Komma dahinschwafelt, schreibt Schaffer in kurzen knappen Sätzen wie ein Grundschüler. Seine Figuren sind so hölzern wie seine Ausdrucksweise. Öfter lässt er die Personen seiner Handlungen dann auch zur Fäkalsprache greifen, vielleicht um dem faden Einheitsbrei Würze zu geben. Ich wusste garnicht, mit wie vielen Schimpfwörtern Männer eine Frau bezeichnen können. Ungefähr jeder dritte Satz beginnt oder endet mit “der Privatdetektiv aus Heubach”. Wenn man diese vier Wörter streichen würde, bliebe vom Krimi vermutlich nur noch die Hälfte übrig. Das Buch besteht aus 365 Seiten, ich habe nach 166 Seiten endgültig die Waffen gestreckt. Fazit: Ein Buch, das die Welt nicht braucht, auch der Odenwälder nicht. katastrophesmily

Februar 12, 2009

Die Alleskönner

Gespeichert unter: Überlegungen — Elke @ 7:02
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Gerade bei heise online gelesen: Vorhang auf für die Nüviphones

Unsere Handys werden immer mehr zu Alleskönnern und ich gestehe, ich nutze das gar nicht. Selbst die Kamera am Handy ist für mich nutzlos, weil ich lieber mit einer ordentliche Digi fotografiere, das eingebaute Radio oder den mp3 player finde ich sinnlos, weil ich keine Ohrstöpsel mag. Internet per Handy? Nicht mit mir. Nun also eine Navi im Handy. Das allerdings könnte was Sinnvolles sein, das selbst mir einleuchtet. Aber bis ich mir mal wieder ein neues Handy kaufe – o je!

Wie sehr nutz ihr eure Handies?

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